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  Die Jbo-YoungStars
 
Die Jbo-YoungStars 2011


  Ein Stück Großbritannien in Seelze und Davenstedt
von Fenja Mergel am 09.11.2016 um 01:31:31
 

Jbo-YoungStars begeistern bei ihren „A Night On The Isles“-Konzerten
Jbo-YoungStars begeistern bei ihren „A Night On The Isles“-Konzerten

 Am ersten Novemberwochenende 2016 fanden in St. Martin in Seelze und St. Johannes in Davenstedt zwei Konzertabende in der Tradition der Londoner Proms-Konzerte statt. Eingeladen hatten die Jbo-YoungStars, das Jugendorchester des Jugendblasorchester Seelze e. V. Unter der Leitung von Natalie „Alfi“ Hönemann spielten die gut 40 jungen Musikerinnen und Musiker Stücke von den und über die Britischen Inseln. Damit setzten sie ihre Konzertreihe „A Night On The Isles“ nach 2012 und 2014 fort.

Stimmungsvolle Lichtinstallationen, ein großer Union Jack und die Flaggen der einzelnen Landesteile Großbritanniens begrüßten die Zuhörerinnen und Zuhörer schon beim Eintreten in die Kirche. Sie erwartete ein gut zweistündiges abwechslungsreiches Programm. Ein mitreißender Start gelang den Jbo-YoungStars mit einer Auswahl von Stücken aus Robbie Williams‘ Album „Swing When You’re Winning“. Anschließend ging es eher traditionell mit der Originalkomposition „A Yorkshire Overture“ von Philip Sparke weiter, bevor das Orchester Highlights aus der Filmmusik von „Titanic“ darbot. Die Musikerinnen und Musiker selbst führten abwechslungsreich und mit dem einen oder anderen Augenzwinkern durch das Programm – vor einem Medley aus Melodien des Musicals „Jekyll & Hyde“ gab es sogar eine kleine Schauspieleinlage. Den Kampf zwischen Gut und Böse verkörperten die Jbo-YoungStars nicht nur mit ihrer Musik – auch visuell stellten sie das Ringen zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde dar, indem die eine Orchesterhälfte weiß und die andere schwarz gekleidet war. Vor der Pause, in der sich die Zuhörerinnen und Zuhörer mit britischen Snacks und Getränken stärken konnten, gab es noch eine Überraschung: Dass die Musikerinnen und Musiker ihre Instrumente beherrschen, hatten sie bereits gezeigt – nun formierten sich einige von ihnen zu einem mehrstimmigen Chor, der, begleitet vom Rest des Orchesters, Stücke der Beatles zum Besten gab. Auch der Gesang konnte sich hören lassen, was die Zuhörer in den gut gefüllten Kirchen mit großem Applaus honorierten.

Mit dem festlichen Konzertmarsch „Arsenal“ des belgischen Komponisten Jan Van der Roost begrüßten die Jbo-YoungStars das Publikum zurück aus der Pause. Die Tatsache, dass man Belgien auf dem Weg von Deutschland nach Großbritannien durchqueren müsse, reiche in diesem Fall aus, um die Existenz des Stücks in dem Konzertprogramm zu rechtfertigen, wie die Modertoren anschließend mit einem Augenzwinkern mitteilten. Bei dem Stück „The Irish Washerwoman“ von Leroy Anderson hörte man die irischen Hausfrauen und -männer förmlich arbeiten, tratschen und tanzen, während die Finger der Musikerinnen und Musiker, die sich zu Ehren der grünen Insel extra mit grünen Accessoires schmückten, schnell über ihre Instrumente huschten. Von Irland ging es nun nach Schottland: Bei „The Wee Macgregor – Highland Patrol“ von Harry G. Amers hörte man eine Patrouille aus dem Nebel heranmarschieren, lautstark vorbeiziehen und in der Ferne wieder verschwinden. Nach diesem Abstecher nach Schottland erklangen mit der Originalkomposition für sinfonisches Blasorchester „Kilkenny Rhapsody“ von Kees Vlak erneut irische Melodien, bevor es schon wieder nach Schottland ging: Ohne Dudelsäcke, dafür aber umso stimmungsvoller, ertönte die inoffizielle schottische Nationalhymne „Highland Cathedral“, bei der sicherlich jeder Zuhörerin und jedem Zuhörer warm ums Herz wurde. Im Anschluss gab es noch einmal Gesang. Begleitet von ihren Musikerkolleginnen und -kollegen sangen einige Jbo-YoungStars das populäre englische Lied „Jerusalem“ – Dank des im Programmheft abgedruckten Textes stimmten auch einige aus dem Publikum mit ein. Einen fulminanten Abschluss des offiziellen Teils bildete die „Symphony Of The Seas“, ein Medley aus britischen Seemannsliedern. Das Publikum klatschte begeistert mit und die kleinen britischen Flaggen, die auf den Sitzplätzen verteilt worden waren und bereits im Verlauf des Konzerts immer wieder geschwenkt wurden, kamen noch einmal enthusiastisch zum Einsatz. Auch viele „Hip hip hooray“-Rufe, die der Vereinsvorsitzende Tom Kruse zuvor mit dem Publikum geübt hatte, wurden laut. Die Zuhörerinnen und Zuhörer hielt es nicht mehr auf den Stühlen und zum Ende des Stücks gab es tosenden Applaus. Bei der Zugabe „An Irish Party In Third Class“ wurde mitgetanzt und alle zusammen stimmten „Land of Hope and Glory“ aus dem „Pomp and Circumstance March No. 1“ von Edward Elgar an. Einen besinnlichen Abschluss fanden die Konzertabende der besonderen Art mit Auld Lang Syne. Die Musikerinnen und Musiker der Jbo-YoungStars und das Publikum fassten sich an die Hände und sangen gemeinsam, nur vom Klavier begleitet, das traditionelle englische Lied.

Insgesamt kamen knapp 400 Zuhörerinnen und Zuhörer zu den „A Night On The Isles“-Konzerten der Jbo-YoungStars. Das abwechslungsreiche Programm, die gute, mal ausgelassene und mal besinnliche Stimmung und die Spiel- und Singfreude der Musikerinnen und Musik trugen zu zwei rundum gelungenen Abenden bei. Die Spenden, die am Ausgang gesammelt wurden, werden für die Finnlandreise der Jbo-YoungStars im April 2017 eingesetzt.


  Jbo-YoungStars laden zu einer musikalischen Reise auf die britischen Inseln ein
von Fenja Mergel am 21.09.2016 um 18:51:36
 

Unter dem Motto „A Night On The Isles“ werden die Jbo-YoungStars im November zwei Konzertabende in der Tradition der Londoner Proms-Konzerte gestalten. Die rund 35 jungen Musiker unter der Leitung von Natalie „Alfi“ Hönemann führen damit ihre Konzertreihe fort. Bereits 2012 und 2014 begeisterten sie in der Seelzer Kirche St. Martin ihr Publikum mit Musik von den und über die Britischen Inseln. Aufgrund der großartigen Resonanz des zahlreich erschienenen Publikums wird es in diesem Jahr sogar zwei Konzerte geben: Am Samstag, 5. November 2016, um 18 Uhr in der Kirche St. Martin in Seelze und am Sonntag, 6. November 2016, um 17 Uhr in der Kirche St. Johannes in Davenstedt.

 

Die Zuhörer können sich auf ein abwechslungsreiches Programm in den stimmungsvoll geschmückten Kirchen freuen: Mit dabei ist unter anderem Musik von den Beatles und Robbie Williams sowie aus dem Musical Jekyll & Hyde und dem Film Titanic, aber auch traditionellere Musik aus Irland, Schottland, Wales und England wird zu hören sein. Um die Nacht auf den Britischen Inseln abzurunden wird es drüber hinaus in der Pause britische Getränke und Snacks geben. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei. Ein Tipp: Fördernde Mitglieder des Jugendblasorchester Seelze e. V. können für jedes Konzert zwei Sitzplätze reservieren lassen. Bei Interesse melden Sie sich einfach unter vorstand@jbo-seelze.de.

 

Plakat A Night On The Isles
 

  Ausgelassene Stimmung im Neuen Forum
von Fenja Mergel am 26.06.2016 um 10:30:37
 

 Jbo-YoungStars begeistern Publikum bei Jahreskonzert

Am vergangenen Samstagabend kamen rund 150 Zuhörer in das Neue Forum in Seelze, um das Jahreskonzert der Jbo-YoungStars zu erleben. Gleich zu Beginn gab es ein Medley mit Ohrwurmpotenzial zu hören: Die 40 Musiker unter der Leitung von Natalie Alfi Hönemann spielten drei Stücke der britischen Pop-Rock-Band Coldplay. Durch das Programm führten die Mitglieder des Jugendorchesters des Jugendblasorchester Seelze e.V. in alter Tradition selbst. In kurzweiligen Moderationen erzählten sie viel Wissenswertes zu den einzelnen Stücken. Weiter ging es im Programm mit der bekannten Musik aus dem Film „Drachenzähmen leichtgemacht“ von John Powell. Man konnte den jungen Wikinger Hicks förmlich auf dem Rücken des Drachen Ohnezahn durch die Lüfte fliegen sehen. Im Anschluss folgte mit „Virginia“ von Jacob de Haan eine anspruchsvolle Originalkomposition für sinfonisches Blasorchester. Sie erzählt die Geschichte des US-amerikanischen Bundesstaates von den Anfängen der Kolonialisierung über den Sklavenhandel bis hin zum amerikanischen Bürgerkrieg und endet mit Klängen der Befreiung und Hoffnung. Als Dirigentin Natalie Alfi Hönemann für das nächste Stück auf die Bühne kam, gab es viele Lacher im Publikum, denn sie hatte sich in eine komplette, rote Kochmontur gekleidet. Auch die Musiker banden sich Schürzen um und setzen Kochmützen auf, denn nun wurde dem Publikum die Filmmusik aus „Ratatouille“ von Michael Giacchino serviert. Die schnellen Läufe der Holzbläser simulierten das Gehusche der Ratten und man hatte den Eindruck, auch das eine oder andere Mal zu hören, wie ein Koch erfolglos mit dem Kochlöffel nach einer solchen Schlug. Aber auch gefühlvolle Passagen erklangen und nahmen die Zuhörer mit in den Pariser Gourmethimmel. Zum Abschluss des ersten Konzertteils spielten die Jbo-YoungStars Highlights aus dem Broadway-Musical „Man of La Mancha“ von Joe Darion.

In der Pause gab es angeregte Gespräche und es wurde sich mit Brezeln, selbst gebackenen Pizzaschnecken und kühlen Getränken gestärkt. Zur zweiten Hälfte begrüßten die Jbo-YoungStars ihr Publikum mit Ausschnitten aus dem Musical „Tanz der Vampire“ von Jim Steinman. Dabei zeigten sie die volle Bandbreite eines Blasorchesters – von leisen, zarten Klängen bis hin zu sehr kräftigen und voluminösen Tönen. Auch hier hatte sich die Dirigentin Natalie Alfi Hönemann wieder verkleidet: In einen Vampirumhang gehüllt nahm sie das Publikum mit nach Transsilvanien. Ganz anders ging es dann weiter: Bei dem Swing „It Don’t Mean A Thing“ von Duke Ellington wippten viele Füße mit. Auch dieses Musikgenre präsentierten die Jbo-YoungStars mit Bravur, was wieder einmal zeigt, wie vielfältig das Orchester aufgestellt ist. Mit Klängen aus „Die Chroniken von Narnia“ von Harry Gregson-Williams ging es dann zurück zur Filmmusik. Es entstand eine gespannte Atmosphäre, als die Musiker mit ihren Instrumenten den Wind nachmachten und das Schlagwerkregister Bombenabwürfe klanglich simulierte. Aus der eisigen Kälte Narnias nahmen die Jbo-YoungStars ihr Publikum in die tropische Wärme Kubas mit. Bei „Cuban Sound“ präsentierten sie drei lateinamerikanische Melodien. Zum Abschluss gab es Musik aus dem dritten Teil der „Fluch der Karibik“-Reihe zu hören. Wie auch schon bei „Cuban Sound“ konnten die Musiker hier mit einer Gesangseinlage überzeugen und mit dieser Musik von Hans Zimmer ging der offizielle Teil des Konzerts fulminant zu Ende.

Schon während des Konzerts gab es von Seiten des Publikums immer wieder tosenden Applaus und Bravorufe, doch jetzt übertraf es sich noch einmal: Langanhaltendes rhythmisches Klatschen und Standing Ovations brachten zwei Zugaben ein. Alles in allem war das Jahreskonzert der Jbo-YoungStars ein toller Abend voll musikalischer Vielfalt. Den jungen Musikern und ihrer Dirigentin Natalie Alfi Hönemann ist anzusehen, wie viel Spaß ihnen das gemeinsame Musizieren macht. Diese Freude konnten sie wieder einmal bestens auf das Publikum übertragen.

(fm)


  Jbo-YoungStars geben ihr Jahreskonzert
von Fenja Mergel am 19.05.2016 um 10:22
 

Erleben Sie beim Jahreskonzert der Jbo-YoungStars am 11. Juni 2016 um 19 Uhr einen musikalischen Abend mit viel guter Laune!







Wie schon in den letzten Jahren verbrachten die rund 40 Musiker mit ihrer Dirigentin Natalie „Alfi“ Hönemann das Pfingstwochenende in der Jugendherberge Osnabrück, um sich in Tutti- und Registerproben intensiv auf das Konzert vorzubereiten. Neben der Probenarbeit kam aber natürlich auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz – so wurden in den Pausen Spiele gespielt und es fand ein Grillabend statt. Darüber hinaus setzten sich die Jbo-YoungStars zusammen, um ihr Konzert zu planen. Die Zuhörer können sich wie gewohnt auf kurzweilige Moderationen und die eine oder andere Aktion der Musiker freuen.



Für ihr Konzert hat die bunt gemischte Truppe musikbegeisterter Jugendlicher und jung gebliebener Erwachsener ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet: Neben Filmmusik – unter anderem aus Ratatouille und Fluch der Karibik – und Highlights aus dem Musical Tanz der Vampire werden auch poppige, jazzige und sogar kubanische Klänge zu hören sein. Der Eintritt zu dem Konzert im Neuen Forum in Seelze ist frei.



Jahreskonzert der Jbo-YoungStars

Samstag, 11. Juni 2016, 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)

Neues Forum im Schulzentrum Seelze (Eingang über Grand-Couronne-Allee)

Eintritt frei


 




 


  Wohlklingend: 87 Musiker begeistern bei Gemeinschaftskonzert
von Fenja Mergel am 03.11.2015 um 21:00
 
Modern Sound[s] Orchestra und Jbo-YoungStars spielen in ausverkauftem Saal


Gelbe Sprechblasen, eingebettet in einen schwarzen Hintergrund und der markige Spruch „Einmal alle[s] bitte!“. So wurde in einem Flyer auf ein Konzert aufmerksam gemacht, das es in dieser Form in der Vereinsgeschichte des Jugendblasorchesters Seelze e.V. (Jbo) noch nie gegeben hat. Nämlich das erste gemeinsame Konzert der beiden größten Ensembles des Vereins, das Modern Sound[s] Orchestra (MSO) und die Jbo-YoungStars, welches am 17. Oktober 2015 im Forum des Georg-Büchner-Gymnasiums in Letter stattfand. Und tatsächlich wurde auf dem Flyer nicht zu viel versprochen, denn schon gleich zu Anfang, als die Musikerinnen und Musiker nicht enden wollend auf die Bühne strömten, bahnte sich Großes an. Die gewaltige Anzahl von 87 Musikern ließ bei manchem der über 300 Zuhörer (ausverkauft!) die Frage aufkommen, wie das denn wohl klingen mag, wenn alle gleichzeitig in ihr Instrument blasen. Es dauerte nicht lange, da sorgte das Orchester gemeinsam mit dem eigens für diese Großveranstaltung verpflichteten Gastdirigenten Andreas Siry für die Antwort. Die Stammdirigenten des MSO und der Jbo-YoungStars, Henning Klingemann und Natalie „Alfi“ Hönemann, hatten ihren Taktstock gegen das Bariton-Saxophon bzw. die Trompete ausgetauscht und in den Reihen der Musiker Platz genommen. Auf einer gemeinsamen Fortbildung in Leipzig lernten sich Klingemann und Siry vor sieben Jahren kennen und stehen seitdem in regelmäßigem Kontakt miteinander. Der 38-jährige Siry ist hauptberuflich im Marinemusikkorps Kiel tätig und leitet darüber hinaus das Landesjugendblasorchester Schleswig-Holstein. Dass er das Studienfach „Dirigieren“ mit Auszeichnung abschloss, war dann auch schnell ersichtlich. Präzise, leidenschaftlich und mit vollem Körpereinsatz entführte er Musiker und Publikum in die Welt sinfonischer Blasmusik mit Originalkompositionen, Filmmusik, klassischen Klängen und auch Märschen. Jedes der präsentierten Musikstücke wurde von zwei Vereinsmitgliedern informativ und stets sehr amüsant anmoderiert.


Den Auftakt bildete der „Ceremonial March“, bei dem sich der belgische Komponist Jan Van der Roost von Edward Elgars „Pomp and Circumstances“-Märschen inspirieren ließ und dieser Sammlung mit seinem Werk, komponiert anlässlich des fünfzigsten Todestages von Elgar im Jahre 1984, einen sechsten Marsch hinzufügte. Der Urkontinent Gondwana stand im Mittelpunkt der folgenden Originalkomposition „At the Break of Gondwana“ von Benjamin Yeo. Mit schnellen Taktwechseln inszenierte das Orchester – allen voran das Schlagzeugregister – das Auseinanderbrechen der Landbrücken zwischen Südamerika, Afrika, der Antarktis, Australien, Madagaskar und Indien. Wer kennt sie nicht, die weltberühmten Bücher und Filme rund um Harry Potter. Für den ersten Film komponierte John Williams die Musik, die in einem Arrangement von Robert W. Smith den Musikern Einiges abverlangte. Ähnlich fantastisch, temperamentvoll und sehr anspruchsvoll ging es weiter: Willis sind feenhafte Wesen. Wenn eine Frau unverheiratet an gebrochenem Herzen stirbt, zwingen sie den Herzensbrecher dazu, sich zu Tode zu tanzen. Diese Legende wählte Giacomo Puccini für seine erste Oper „Le Villi“. Der zweite Satz des sinfonischen Intermezzos zwischen den zwei Akten mit dem Titel „La Treganda“ (Der Hexensabbat), bearbeitet von Johan de Meij, beendete nach der entspannt swingenden Originalkomposition „Jazz Waltz Number One“ von Otto M. Schwarz den ersten Programmteil.


Eine „Last Night of the Proms“ ohne diesen Marsch – undenkbar! Der „Pomp and Circumstance Military March No. 1” mit seinem Mittelteil, dem hymnischen „Land of Hope and Glory” von Edward Elgar ist ein fester Bestandteil des Londoner Musik-Events. Angesichts des einzigartigen Musik-Events in Letter läuteten die MSOler und Jbo-YoungStars mit diesem gleichermaßen mitreißenden wie eingängigen Musikstück den zweiten Konzertteil ein und die Besucher konnten selbst einen Vergleich zu dem eingangs gespielten „Ceremonial March“ anstellen. Nach Musik aus der bekannten „Fluch der Karibik“-Filmreihe wurden in einem Arrangement von Wolfgang Wössner vier Lieder aus dem Musical „Mozart!“ klangvoll und unterhaltsam dargeboten. Eine Reminiszenz an die bekannten Bands der jüngeren Vergangenheit, „The Jackson 5“ und „Santana“, bildeten zwei Medleys, mit denen das große Konzert beendet wurde. In den mit heftigem Applaus geforderten Zugaben blieben die Musiker diesem pop-jazzig geprägten Stil mit „Eye of the Tiger“ und „Birdland“ treu.


Zum Abschied dankte der Vereinsvorsitzende Tom Kruse neben den vielen Helfern, die an der Vorbereitung dieses einmaligen Konzertes mitgewirkt hatten, vor allem dem Gastdirigenten Andreas Siry für seine hervorragende Arbeit mit dem Orchester, der seinerseits angesichts des Schwierigkeitsgrades des Programms und der konzentrierten und disziplinierten Probenarbeit den Musikern für diese außergewöhnliche Leistung ein großes Kompliment aussprach. Denn die eingangs gestellte Frage, wie nahezu 100 Musiker wohl klingen mögen, wurde mit diesem prächtigen Konzert der Superlative klar beantwortet: gut zusammenpassend, harmonisch, ausgewogen, melodisch, klangvoll - kurz: wohlklingend!

Besonders freuten sich die Musiker auf der Bühne auch, einige ihrer jüngeren Vereinskollegen von den Jbo-Beginners im Publikum zu sehen. Die Viert- und Fünftklässler spielen ihr Instrument seit rund einem Jahr und aus der Begeisterung in ihren Gesichtern war abzulesen, dass sie es kaum erwarten können, selbst in einem so großen Orchester mitzuspielen.

Weitere Fotos vom Konzert sind hier zu finden.