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Unter dem Motto „Music in the Dark“ begeisterten die YoungStars des Jugendblasorchesters Seelze mit ihrem Jahreskonzert am Samstag, den 16. November 2019 im Neuen Forum des Schulzentrum Seelze und am Sonntag, den 17. November in der Kirche St. Johannes in Davenstedt das Publikum. Dabei beleuchtete das Orchester das Thema „Dunkelheit“ kreativ und bescherte dem Publikum glanzvolle Momente im dunkelsten Monat des Jahres.

 

Die YoungStars bei ihren Konzerten in Seelze...

 

Das Orchester startete sein Konzert mit dem Stück „Music in the Dark“ aus dem Film „The Nightmare Before Christmas“ von Danny Elfman. Es wurde ganz im Dunkeln gespielt. Nur der an der Spitze leuchtende Taktstock von Dirigentin Natalie „Alfi“ Hönemann und die von ihr „angezauberten“ Pultleuchten des Orchesters bildeten kleine Lichtpunkte in der Dunkelheit. Zur allgemeinen Erleichterung des Publikums wurde es aber nach dem ersten Stück durch die gedimmten Deckenlampen etwas heller. Musikalisch ging es mit John Williams‘ „The Imperial March“, dem Thema von Darth Vader aus Star Wars, aber erst einmal düster weiter. Während der nun folgenden Stücke kamen zusätzlich unterschiedliche Beleuchtungen wie Lichterketten an der Decke und elektrische Teelichter zum Einsatz, die den gemütlichen Aspekt der Dunkelheit zur Geltung brachten. Martin Söftje, der bei den YoungStars zurzeit eine musikalische Pause einlegt, führte das Publikum mit geistreichen und witzigen Ansagen durch den Abend: Das letzte Stück des ersten Konzertteils, ein Medley aus dem Musical „Tanz der Vampire“ von Jim Steinman, gehöre auch dieses Mal einfach ins Programm, da „wir von diesem vampirisch guten Stück einfach nicht genug bekommen können.“

 

...und in Davenstedt.

 

Auch vor der Pause machte das Motto nicht Halt und es wurden neben Brezeln, Glühwein und anderen Getränken auch mit Gruselmotiven handbemalte „dunkle Tüten“ mit süßem Inhalt verkauft, die vor allem beim jungen Publikum sehr gut ankamen.

Den zweiten Teil des Konzertprogramms eröffnete Martin Söftje mit den Worten: „War jemand von Ihnen schon mal nachts im Dschungel? Dort wird es nachts sehr dunkel…“ und es folgte „Welcome To The Jungle“ von Guns N‘ Roses, womit auch der Zusammenhang dieses Stücks zum Motto geklärt war. Das Publikum, das schon während der ersten Konzerthälfte begeistert geklatscht hatte, ließ sich bei „Into the Storm“ von Robert W. Smith endgültig buchstäblich mitreißen und erlebte während des Stückes mit, wie der Sturm wie angesagt aufkam, plötzlich im Auge des Sturms abebbte und am Ende wieder aufflammte. Einen ruhigen Kontrast dagegen bildete Leonard Cohens „Hallelujah“, bei dem die am Anfang verteilten Knicklichter im Publikum zum Einsatz kamen. Bei den folgenden Ausschnitten aus „The Rocky Horror Picture Show“ von Richard O’Brien wurde zwar weder Reis noch Mehl geworfen wie im Kino, das Publikum ließ sich vom Mitmachen aber nicht abhalten, und klatschte und bewegte sich mit einer Begeisterung mit, die bis zur zweiten Zugabe nicht mehr abebbte. Zum Abschluss wurden die YoungStars für das Konzert und die Probenarbeit, die nicht zuletzt auch während des Probenwochenendes in Mardorf stattgefunden hatte, in der vollen Kirche St. Johannes mit Standing Ovations belohnt.

Mit ihrem Jahreskonzert haben die YoungStars Licht ins November-Dunkle gebracht – sowohl auf buchstäblicher als auch auf musikalischer Ebene.

(ar)